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FĂźnf
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Contents
⢠Sprachliches
⢠Mathematik
⢠Geometrie
⢠Astronomie
⢠Chemie
⢠Biologie
⢠Sport
⢠Schulnote
⢠Weiteres
⢠Siehe auch
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Sprachliches
Die Zahl fĂźnf ist in verschiedenen Redensarten im Deutschen präsent. Der Begriff âdas fĂźnfte Rad am Wagenâ beschreibt etwas ĂberflĂźssiges. Wenn man sich nicht auf eine genaue Auslegung beschränkt, lässt man eine ungerade Zahl als gerade gelten. Dies ist eine bildhafte Darstellung dieser Idee. Auch in der Zahlschrift hat die FĂźnf ihre Spuren hinterlassen: Das rĂśmische Zeichen fĂźr fĂźnf ist V, das zugleich fĂźr das konsonantische U steht. FĂźr die Zehn wird X verwendet, das sich grafisch als doppeltes V darstellen lässt. Die Redensart âjemandem ein X fĂźr ein U vormachenâ leitet sich von der Nähe der beiden Zeichen ab. Sie bedeutet, etwas Falsches vorzuspielen oder so zu tun, als wäre fĂźnf gleich zehn.
Latein und Griechisch
Das lateinische Wort fĂźr FĂźnf quinque bzw. die dazugehĂśrige Ordinalzahl quintus (deutsch: der FĂźnfte) finden sich in FremdwĂśrtern wie Quinte (Intervall), Quintett (Musikensemble) oder Quinta (Klasse).
Das griechische Wort fĂźr FĂźnf (ĎÎνĎÎľ pente) findet sich in FremdwĂśrtern wie Pentagon (FĂźnfeck), Pentagramm (fĂźnfeckiger Stern) oder Pentateuch (FĂźnf BĂźcher Mose) und in den Bezeichnungen mancher chemischer Verbindungen wie Pentabromdiphenylether (fĂźnf Brom-Atome) oder Eisenpentacarbonyl (fĂźnf CO-Gruppen).
Mathematik
Ganze Zahlen, die im Dezimalsystem als letzte Ziffer eine Null oder FĂźnf haben, kĂśnnen ganzzahlig durch fĂźnf geteilt werden. Alle ungeraden Vielfachen von fĂźnf enden wiederum mit der fĂźnf (alle geraden mit der Null).
⢠Tetrominos gehÜren zur Familie der Polyominos, das sind Figuren, die aus kongruenten Quadraten durch Aneinanderfßgen ßber ganze Kanten entstehen. Es gibt genau fßnf Tetrominos.
⢠Die 5 ist die fßnfte Zahl der Fibonacci-Folge.
⢠Die 5 ist die kleinste Primzahl, die sich aus der Summe aller anderen Primzahlen, die kleiner als sie selbst sind, bildet.
⢠Die Fßnf ist eine Fermatsche Primzahl: 5 = 2 2 1 + 1 {\displaystyle 5=2^{2^{1}}+1} und die kleinste Wilson-Primzahl.
⢠Die 5 ist eine Bellsche Zahl (Folge A000110 in OEIS)
⢠Es gibt genau fßnf platonische KÜrper.
⢠Ein Fßnfeck ist eine geometrische Figur.
⢠Die 5 ist eine Størmer-Zahl.
⢠Fßr ganzrationale Funktionen ab Grad 5 kÜnnen die Nullstellen nicht mehr allgemein durch Wurzelausdrßcke dargestellt werden, was der Satz von Abel-Ruffini zeigt. Fßr Polynome vom Grad 4 ist dies noch mÜglich.
Geometrie
Ein FĂźnfeck, auch Pentagon (von altgriechisch ĎξνĎÎŹÎłĎÎ˝ÎżĎ pentĂĄgĹnos, deutsch âfĂźnfeckigâ),cite-ref-1[1] ist eine geometrische Figur. Es gehĂśrt zur Gruppe der Vielecke (Polygone) und ist durch fĂźnf Punkte definiert.
Naturwissenschaft
Astronomie
In der Astronomie gibt es die FĂźnfsternreihe, die in nĂśrdlichen Breiten das ganze Jahr Ăźber am Nachthimmel gesehen werden kann.
Chemie
Die Elemente der fĂźnften Hauptgruppe im Periodensystem besitzen fĂźnf AuĂenelektronen. Zu den relevanten Stoffen zählen Stickstoff, Phosphor Arsen, Antimon und Bismut. Diese Elemente kĂśnnen durch Aufnahme oder Abgabe von Elektronen eine Edelgaskonfiguration erreichen, wobei in der Regel drei Atombindungen ausgebildet werden.
Eine Fßnffachbindung ist eine seltene Form der chemischen Bindung, die zwischen zwei Atomen entsteht, wenn fßnf Bindungselektronenpaare den Zusammenhalt gewährleisten.
In der chemischen Formelschreibweise wird die Zahl 5 als Index verwendet, um die Anzahl der Atome in einer Verbindung anzugeben. Ein Beispiel hierfĂźr sind MolekĂźle, die aus jeweils fĂźnf gleichen Atomen bestehen.
Biologie
Die Pentadaktylie, die Fßnfstrahligkeit oder die Fßnffingrigkeit, bezeichnet die grundlegende Untergliederung der einzelnen Extremitäten der Wirbeltiere in je fßnf distale, also endständige, Fortsätze. Diese muss bei primitiven Wirbeltieren noch nicht ausgeprägt sein und kann bei einigen hÜheren Wirbeltieren rßckgebildet sein, zum Beispiel bei den Schlangen oder bei den Pferden.
Die Stachelhäuter weisen eine fßnfstrahlige Radiärsymmetrie auf, allgemein bekannt beim Seestern.
Einige Pflanzen wie Glockenblumengewächse und Rosengewächse weisen fĂźnfzählige BlĂźten, teilweise auch fĂźnfstrahlig strukturierte FrĂźchte auf, beispielsweise Ăpfel und Birnen.
Geisteswissenschaft
Das FĂźnf-Faktoren-Modell (FFM) ist ein Modell der PersĂśnlichkeitspsychologie. Im Englischen wird es auch als Big five oder OCEAN-Modell bezeichnet. Die Big Five wurden durch eine Vielzahl von Studien belegt und gelten heute international als das universelle Standardmodell in der PersĂśnlichkeitsforschung. Sie wurden innerhalb der letzten zwanzig Jahre in Ăźber 3.000 wissenschaftlichen Studien verwendet.cite-ref-2[2]cite-ref-3[3]
Mythologie und Religion
Die FĂźnf-Elemente-Lehre ist eine im alten China entstandene daoistische Theorie zur Naturbeschreibung. Die FĂźnf-Elemente-Lehre betont Werden, Wandlung und Vergehen. Die fĂźnf Elemente Feuer (çŤ huÇ), Wasser (ć°´ shuÇ), Holz (㍠mĂš), Metall (é jÄŤn) und Erde (ĺ tÇ), etwa als Bausteine des menschlichen Organismus, sind unmittelbar aus der Natur abgeleitet.
Die fĂźnf Säulen des Islam stellen das HerzstĂźck des muslimischen Glaubens dar. Das Fundament des Islam ist das Glaubensbekenntnis, die SchahÄda, mit der sich jeder Muslim Ăśffentlich zu Gott und zum Prophet Mohammeds bekennt. Eine weitere tragende Säule ist das Gebet, das SalÄt, welches fĂźnfmal täglich verrichtet wird. Die Abgabe von Almosen, ZakÄt, ist zudem von sozialer Bedeutung. Das Fasten im Monat Ramadan, Saum, fordert die Gläubigen dazu auf, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken zu verzichten.SchlieĂlich ist die Pilgerfahrt nach Mekka die Haddsch, eine Pflicht fĂźr alle Muslime, mindestens einmal im Leben an dieser Wallfahrt teilzunehmen.
Die fĂźnf BĂźcher Mose (Pentateuch) bilden die Grundlage des Alten Testaments. Im Christentum sind die FĂźnf Wundmale Christi Gegenstand der Andacht und Verehrung.
Geschichte und Gesellschaft
Aristoteles unterschied fĂźnf Sinne des Menschen: Sehen, HĂśren, Riechen, Schmecken, Tastsinn und nahm fĂźnf Element an, daher der Ausdruck Quintessenz.
Die Fßnf ist in vielen Üstlichen und westlichen Kulturen die Zahl der Liebe als unteilbare Summe der männlichen Zahl Drei und der weiblichen Zahl Zwei. Sie galt als die Zahl der LiebesgÜttin Venus.
Die Zahl FĂźnf fungierte im Kulturleben des 19. und 20. Jahrhunderts mehrfach als prägnanter Name fĂźr kreative ZusammenschlĂźsse. Gruppe 05 ist die Bezeichnung fĂźr das LĂźbecker Literaturtreffen, bei dem sich regelmäĂig Schriftstellerinnen und Schriftsteller trafen, um ihre Texte zu diskutieren und neue literarische Impulse zu setzen. Auch die Zahl fĂźnf spielte eine Rolle. Dabei handelt es sich um die expressionistische KĂźnstlergruppe Die fĂźnf, die zwischen 1923 und 1927 bestand. Sie prägte durch ihre gemeinsame Arbeit an Ausstellungen und Programmen die damalige Kunstszene. Bereits im 19. Jahrhundert hatte sich unter demselben Zahlennamen mit der Gruppe der FĂźnf ein Kreis russischer Komponisten gebildet, die durch ihre enge Zusammenarbeit den Aufbruch zu einer eigenständigen nationalen Musiktradition vorantrieben. In allen Fällen fungiert die Zahl FĂźnf als Symbol fĂźr Gemeinschaft, kĂźnstlerische BĂźndelung und den Anspruch, durch kollektives Schaffen neue Wege zu erĂśffnen.
Die FĂźnf-Prozent-HĂźrde ist eine Sperrklausel bei Wahlen in Deutschland. Sie besagt, dass eine Partei mindestens fĂźnf Prozent der bundesweit abgegebenen Zweitstimmen erreichen muss, um bei der Mandatsverteilung im Bundestag oder Landtag berĂźcksichtigt zu werden und damit ins Parlament einzuziehen.
Die fĂźnfte Kolonne ist eine Metapher fĂźr verborgene, feindlich gesinnte Kräfte im eigenen Land, die fĂźr eine äuĂere Macht arbeiten und dadurch Bedrohungen âvon innenâ bilden.
In der chinesischen Zahlensymbolik hat die FĂźnf eine besondere Bedeutung. Da die Vier in chinesischer Tradition als schlechte Zahl gilt, gibt es auĂer den vier Himmelsrichtungen Norden, SĂźden, Osten und Westen noch eine fĂźnfte, senkrecht nach oben.
Sport
Die fßnf olympischen Ringe symbolisieren die fßnf Kontinente, die an den Olympischen Spielen teilnehmen. Sie stehen fßr die Universalität und das weltweite Zusammenkommen der Sportler.
⢠Fßnfkampf ist eine Disziplin der Leichtathletik.
⢠Der Moderne FĂźnfkampf ist eine Sportart, die fĂźnf Disziplinen verbindet: Fechten, Schwimmen, Reiten (bis 2024), SchieĂen und Laufen.
⢠Im FuĂball gibt es den sogenannten FĂźnf-Meter-Raum vor dem Tor, der als heilige Zone des Torwarts gilt. Die Trikotnummer 5 wird oft von zentralen Abwehrspielern oder Liberos getragen, berĂźhmte Beispiele sind Franz Beckenbauer und Mats Hummels.
⢠Die UEFA-Fßnfjahreswertung ist eine Rangliste.
Schulnote
In Deutschland ist die FĂźnf die zweitschlechteste Schulnote, in Ăsterreich die schlechteste. In Russland, Ungarn und der TĂźrkei ist die FĂźnf die beste Schulnote.
Weiteres
⢠Der Diskordianismus erklärt 5 satirisch zur heiligen Zahl, und entsprechend die Roman-Trilogie Illuminatus! die Zahl 23 mit der Quersumme 5 zum kosmischen Code.
⢠Fßnf Freunde der englischen Kinderbuchautorin Enid Blyton gehÜrt zu den erfolgreichsten Kinderbuchreihen der Welt.
⢠f-c3-bcnneff-nnefBeim Sprechfunk, am Telefon und bei Zahlensendern gibt es zur besseren Unterscheidbarkeit die Aussprache fßnnef, vergleichbar mit zwo fßr zwei.
⢠5 am Tag ist der Name einer Diät.
⢠Ein preuĂisches Rechtskompendium hieĂ FĂźnfmännerbuch.
Siehe auch
⢠Fßnfter sein
⢠Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit Fßnf beginnt
⢠Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Fßnf enthält
⢠5 (Flugzeug)
⢠5 Gum (Kaugummi)
⢠Fßnfergruppe
⢠Fßnfling
⢠Kategorie 5
⢠Nummer 5
⢠Fßnfmännerbuch
Weblinks
Commons
: FĂźnf
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: FĂźnf
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Einzelnachweise
cite-note-11. â Wilhelm Pape, Max Sengebusch (Bearb.): HandwĂśrterbuch der griechischen Sprache. 3. Auflage, 6. Abdruck. Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914 (zeno.org [abgerufen am 2. Juli 2024]).
cite-note-22. â Oliver P. John, Laura P. Naumann, Christopher J. Soto: (2008) Paradigm Shift to the Integrative Big Five Trait Taxonomy. Handbook of Personality Theory and Research. 3. Auflage. S. 114â117
cite-note-33. â Asendorpf, J. B. & Neyer, F. J. (2012). Psychologie der PersĂśnlichkeit. Berlin: Springer.